Tagesablauf

Die Kinder treffen sich anfangs in der Gruppe. Diese ist heterogen, das heisst alters- geschlechts- und bildungsdurchmischt. Sie wird von zwei Lernbegleiter*innen koordiniert und beobachtet (siehe auch unter der Rubrik Paradigmenwechsel). Ein Kind stellt eine Frage, die es brennend interessiert. Zum Beispiel: »Was ist eigentlich Strom«? Das Suchen nach Antworten wird zum gemeinsamen Projekt, das entweder in der ganzen Gruppe (max. 15 Kinder) oder aber in kleineren Untergruppen erarbeitet wird. Die Antworten werden ein grosses Spektrum dieser Frage umschliessen: Von der Herstellung von Strom bis zu dessen Berechnung, von dem französischen Wort dafür bis zum Zeichnen von etwas, das man nicht sieht und vieles mehr. Jedes Kind wird diese Frage anders angehen und anders beantworten und zusammen werden sie ihre Vielfältigkeit austauschen und Neues lernen. Sie lernen voreinander, sie lernen miteinander, sie lernen altes Wissen mit neuem zu verknüpfen und sie lernen, wie man zu Wissen kommt: Über das Internet, über das Befragen von Experten, über einen Ausflug ins Kraftwerk, über die gemeinsame Diskussion, zum Beispiel der Umweltverträglichkeit und vieles mehr. Sobald sich eine Frage erschöpft hat, wird ein nächstes Kind seiner Neugierde Ausdruck geben und eine neue Frage stellen.