Unsere Schule

Die Situation, in der sich unsere Schule befindet, lässt sich durch zwei Besonderheiten beschreiben:

Einmal ist es eine Situation des Aufbaus und der Neugestaltung. Wir suchen also Kinder, Eltern und Lernbegleiter*innen, die offen für Veränderungen sind und die Teil einer lernenden Organisation zu sein als eine spannende Herausforderung sehen.

Zum anderen ist es eine Situation der schulischen Innovation. Im Zentrum unserer Schule SOG steht die Lernfreude, das Lernbedürfnis und die Neugierde des Kindes, weil das die emotionalen Treiber des Lernens sind.

Die innere Welt des Kindes muss im Lernprozess zum Ausdruck kommen können.

Der Lehrplan wie auch das schulische Umfeld wird – ausgehend von den Lernbedürfnissen der Kinder und der Lerngruppe – organisiert.

Unsere Konzeption von Schule gründet auf den Erkenntnissen der analytischen Sozialpsychologie, speziell auf der Operativen Gruppentechnik.

Tagesschule

Die Schule SOG ist als Tagesschule konzipiert. Sie nimmt Kinder ab 5 Jahren bis zum Übertritt in eine gewünschte weitere Ausbildungsinstitution (Gymnasium, Lehre und so weiter) auf. Die Kinder treffen sich zur vereinbarten Zeit. Das Mittagessen wird je nach Standort und Organisation bereitgestellt, selber zubereitet oder mitgebracht. Am Ende des Tages werden die Kinder entweder abgeholt oder es organisiert sich ein Abhol- und Bringdienst. Die Ferien und Feiertage gleichen sich derjenigen der Staatsschule an.

Tagesablauf

Die Kinder treffen sich anfangs in der Gruppe. Diese ist heterogen, das heisst alters- geschlechts- und bildungsdurchmischt. Sie wird von zwei Lernbegleiter*innen koordiniert und beobachtet (siehe auch unter der Rubrik Paradigmenwechsel). Ein Kind stellt eine Frage, die es brennend interessiert. Zum Beispiel: »Was ist eigentlich Strom«? Das Suchen nach Antworten wird zum gemeinsamen Projekt, das entweder in der ganzen Gruppe (max. 15 Kinder) oder aber in kleineren Untergruppen erarbeitet wird. Die Antworten werden ein grosses Spektrum dieser Frage umschliessen: Von der Herstellung von Strom bis zu dessen Berechnung, von dem französischen Wort dafür bis zum Zeichnen von etwas, das man nicht sieht und vieles mehr. Jedes Kind wird diese Frage anders angehen und anders beantworten und zusammen werden sie ihre Vielfältigkeit austauschen und Neues lernen. Sie lernen voreinander, sie lernen miteinander, sie lernen altes Wissen mit neuem zu verknüpfen und sie lernen, wie man zu Wissen kommt: Über das Internet, über das Befragen von Experten, über einen Ausflug ins Kraftwerk, über die gemeinsame Diskussion, zum Beispiel der Umweltverträglichkeit und vieles mehr. Sobald sich eine Frage erschöpft hat, wird ein nächstes Kind seiner Neugierde Ausdruck geben und eine neue Frage stellen.

Schulort

Nach Möglichkeit soll der Schulort in der Nähe des Wohnortes liegen. Wir werden gemeinsam geeignete Räume finden, zum Beispiel Lokale, die unter der Woche nicht genutzt werden wie Pfadiheime, Kirchen, Kirchgemeinderäume, Quartiertreffes und viele mehr.

Kosten

SOG ist eine Schule, die für alle zugänglich ist, die sich für dieses Konzept interessieren. Das Schulgeld ist kein Hinderungsgrund, aufgenommen zu werden. Die anfallenden Kosten für Raummiete, Personal, Schulmaterial werden von allen Beteiligten in irgendeiner Form getragen. Dabei sollen unter anderem die Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Eltern berücksichtigt, Sponsoren gesucht und/oder durch Mitarbeit (kochen, fahren etc.) gedeckt werden.

Lehrplan 21 und Anschlussfähigkeit

Die Operative Technik setzt einen offenen Lehrplan voraus, der aber für weiterführende Schulen anschlussfähig bleibt. Des Weiteren werden die Kinder für jede Ausbildungsrichtung, die sie anstreben, unterstützt.